Die Schule mit Hand und Herz

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In den Ferien zur Schule gehen? Aber klar! So motiviert waren 83 Nachwuchsforscher und -forscherinnen, die aus den Herner Grundschulen und den Klassen 5 und 6 des Haranni Gymnasiums in den ersten drei Tagen der Herbstferien zur Schule kamen, um an der MINT-Herbstakademie teilzunehmen.

Aber was ist „MINT“ überhaupt? Die Abkürzung „MINT“ steht für die Themengebiete Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Es geht ums Forschen und Entdecken und natürlich um jede Menge Spaß!

So konnten die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder selbst zu Archäologen werden, indem sie im Grabungscamp des LWL Museums Artefakte aus längst vergangenen Zeiten ausgruben und so viel Spannendes über die Vergangenheit erfahren konnten. Ihr Talent als Programmierer stellten die Kinder erneut im Workshop „Von Geisterhand bewegt – Robotik für Schülerinnen und Schüler“ unter Beweis. Zu echten Ingenieuren könnten die Nachwuchsforscher im Lego-Workshop werden, der auch in diesem Jahr wieder von Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe geleitet wurde. Hier wurden Baupläne akribisch studiert und innerhalb weniger Tage aufwändige Gebäude und Maschinen erschaffen.

Neben den altbekannten und beliebten Workshops konnten in diesem Jahr mit dem Tierpark Bochum und dem Deutschen Bergbaumuseum zwei neue Kooperationspartner gewonnen werden. Im Workshop „Naturdetektive im Tierpark“ begaben sich die kleinen Entdecker auf die Spur von Pinguin, Erdmännchen und Co. und konnten diese hautnah erleben. Hier wurden die unterschiedlichen Anpassungen der einzelnen Tiere an ihren jeweiligen Lebensraum genau unter die Lupe genommen. Der Workshop „Glück auf“ nahm die Schülerinnen und Schüler mit auf eine spannende Reise in die Welt unter Tage, bei der sie allerhand über die Arbeit im Bergwerk und den Rohstoff Kohle erfahren konnten.

Nach drei spannenden Workshoptagen voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse war bei der Abschlussveranstaltung in der schuleigenen Aula kaum noch ein freier Platz zu finden. Zahlreiche Eltern, Verwandte und Freunde waren gekommen, um die Ergebnisse der Nachwuchsforscher zu bestaunen.  Erstmalig erfolgte die Präsentation in Form eines Gallery Walks, bei dem schnell klar wurde, dass die Kinder in dieser kurzen Zeit zu richtigen kleinen Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet geworden waren. „Was soll der Roboter jetzt machen? Geradeaus laufen, dann zwei Drehungen nach links und danach rückwärtslaufen?! Kein Problem, ich programmiere das eben schnell.“, sagte ein Teilnehmer des Workshops Robotik gekonnt. Und warum gleitet ein Pinguin eigentlich so elegant durchs Wasser? Das erklärte eine Teilnehmerin des Tierpark-Workshops ganz souverän anhand eines Versuches zum Strömungswiderstand unterschiedlich geformter Körper. Im nächsten Klassenraum bestaunten die Besucher die beeindrucken Konstruktionen der Lego-Ingenieure. Schonmal eine Kakerlake aus Legosteinen gesehen? Hier war dies möglich.  „An einer Stelle war es etwas knifflig, aber wir haben das dann doch gut hinbekommen.“, sagt ein Viertklässler und ist zurecht mächtig stolz auf sein Werk. Aus dem Physikraum war ein Zischen und Krachen zu hören, denn hier hatten die Schülerinnen und Schüler des Bergbau-Workshops ihre eindrucksvollen Experimente aufgebaut. Im Nebenraum entführten die Nachwuchsarchäologen die Besucher annhand von jungsteinzeitliche Keramikscherben oder römische Münzen in längst vergangene Zeiten und erzählten mit strahlenden Augen von ihren eigenen, fachmännisch durchgeführten Ausgrabungen.

Mit diesen schönen Eindrücken geht auch die 11. Herbstakademie am Haranni zu ende. Wir danken allen Kooperationspartnern, Workshopleitern und Helfern, die auch diese Herbstakademie zu einem vollen Erfolg gemacht haben und freuen uns schon auf Runde 12.

Marjan Skekeb, Hannah Traute und Verena Zepek

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