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Vor zwei Jahren entstand am Haranni - Gymnasium eine AG, die sich mit der Konfliktbewältigung anhand von Streitschlichtung auseinandersetzte. Diese Idee kam anhand einer Projektwoche ins Rollen, und fand nach und nach immer mehr Andrang. Nach einer kleinen Ausbildung waren wir alle „geprüfte Streitschlichter“ und konnten viele Streitigkeiten und Konflikte erfolgreich bewältigen. Die Art der Auseinandersetzung variierte sehr stark, sodass man sich immer spontan auf vollkommen verschiedene Situationen einstellen musste. Die häufigsten Anlässe waren Mobbing, was bedauerlicherweise in jeder Stufe vorkam. Glücklicherweise bewiesen vor allem die Unter- und Mittelstufe genug Mut, mit ihren Problemen zu uns zu kommen, sodass wir anhand von langen Schlichtungen und intensiven Gesprächen sehr viel erreichen konnten. Die Gründe für Mobbing waren häufig minimal (Neid etc.), doch am Ende einer Schlichtung sahen beide Parteien ein, was für schlimme Konsequenzen entstehen können und gemeinsam überlegten wir uns Lösungen, die ein solches Verhalten zukünftig gar nicht erst wieder entstehen lassen. Da das Thema Konfliktbewältigung heutzutage immer zentraler wird, hielten wir auch mehrere Vorträge vor Klassen im Rahmen eines Unterrichtsprojektes. Das Feedback war durchschnittlich sehr positiv, wenn auch nicht ohne jegliche Kritik. Viele Schülerinnen und Schüler konnten sich nicht vorstellen, warum man zu einer Streitschlichtung abgehalten von Schülern gehen solle, wenn man einige Probleme genauso gut mit dem Klassen- oder Vertrauenslehrer klären könne. Dagegen lässt sich natürlich nicht viel sagen, und das wäre auch gänzlich gegen unsere Absicht, denn nur wenn alle Bereiche zusammenspielen, kann ein gutes Klassen-/ Kursklima garantiert werden. Ein entscheidender Vorteil ist es jedoch, dass wir als Streitschlichter zum ersten Mal mit eurem Konflikt konfrontiert werden und euch normalerweise auch nicht kennen, sodass wir einen hohen Grad an Neutralität mitbringen. Oft wurden wir gefragt, warum wir uns überhaupt für die Streitschlichtung engagieren, und ob es nicht teilweise viel zu aufwändig sei, einige Stunden länger in der Schule zu bleiben, doch eigentlich gibt es keine bessere Bestätigung als der Dank und die zufriedenen Gesichter der Schülerinnen und Schüler nach einer Schlichtung. Wie wichtig eine gelungene Kommunikation und auch eine Konfliktbewältigung sein können, lernten wir im Laufe der Zeit, besonders, wenn wir hörten, dass sich einige Probleme schon seit Monaten hinzogen. Entscheidend bei unserer Arbeit ist, dass wir gemeinsam mit Euch versuchen, den Streit zu beseitigen und wir Euch dabei keinesfalls etwas vorschreiben. Ihr allein entscheidet, ob ihr am Ende einen Kompromiss aushandelt, euch zukünftig aus dem Weg gehen wollt oder ob ihr eurer Freundschaft eine zweite Chance gebt. Da es doch so einfach sein kann, einen Streit aus der Welt zu schaffen, zögert nicht, uns zu kontaktieren, denn wir helfen gern, euren Streit gemeinsam zu schlichten! |