Die Schule mit Hand und Herz

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Haranni-Gymnasium Herne
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Nach zwei Vorbereitungstreffen, bei denen wir uns mit der Thematik Holocaust und Polen beschäftigt hatten, brachen wir, 22 Schüler/innen der Jahrgangsstufen 9-11 am späten Sonntagabend des 30.06. zusammen mit Frau Dillmann, Frau Höffler und Frau Staske sowie den zwei IBB-Mitarbeitern Beata und Bartek mit einem Reisebus von unserer Schule Richtung Oświęcim (Auschwitz) auf.
Tag 1: Nach mehr als zwölf Stunden auf der Autobahn hatten wir dann unser Ziel erreicht und besichtigten nach einem stärkenden Mittagessen die Altstadt. Außerdem erfuhren wir in einer Synagoge von den Riten und dem Leben der jüdischen Gemeinschaft des Ortes vor und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Auf das Abendessen folgte dann die erste abendliche Reflexionsrunde.
Tag 2: Bevor wir am Nachmittag durch das Konzentrationslager Auschwitz I geführt und mit vielen historische Fakten konfrontiert wurden, hatten wir zuvor noch ein „Labyrinth der Erinnerungen“ besichtigt: eine Ausstellung großformatiger Bleistiftzeichnungen des mittlerweile verstorbenen Auschwitzüberlebenden Marian Kołodziej, in welchen er persönliche, wirklich grauenhafte KZ-Erlebnisse widerspiegelt. Als wir dann das Konzentrationslager mit unseren eigenen Füßen betraten und von den haarsträubenden und schier unglaublichen Ereignissen hörten, die sich auf diesem Boden ereignet hatten, waren wir allesamt sprachlos und verschiedenste Gedanken und Emotionen schossen jedem individuell durch den Kopf.

Tag 3: Nach einem erneuten Besuch des Stammlagers, bei welchem wir nun eigenständig die Baracken betreten und das Lager durchlaufen durften, fuhren wir zum Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz II (Auschwitz-Birkenau). Auch hier führte uns wieder unsere Guide, versorgte uns mit zahlreichen Informationen und zeigte uns das riesige Gelände mit seinen Bauten, Schornsteinen, Drahtzäunen und Gaskammern, was uns abermals in eine gewisse Gefühls- und Gedankenlage stimmte.
Bei Einbruch der Nacht dann, nahmen wir bei einem eigens gestalteten Ritual gemeinsam Abschied von Auschwitz.
Tag 4: Direkt nach dem Frühstück ging unsere Reise weiter nach Krakau, wo uns Frau Maksymowicz, eine Auschwitzbefreite, erwartete und uns eindrücklich ihre Erinnerungen und ihr „Leben“ im Vernichtungslager Auschwitz schilderte. Bei einer anschließenden Stadtführung konnten wir dann auch feststellten, warum es „die schönste Stadt Polens“ (schwärmte ständig unsere Touristenführerin) genannt wird. Nachdem wir etwas Freizeit zu Verfügung und einige Souvenirs eingekauft hatten, ließen wir unsere äußerst erfahrungs- und lehrreiche, emotionale, einprägsame und vor allem sinnvolle Studienfahrt bei einem jüdischen Restaurantbesuch mit Klezmer-Live-Konzert ausklingen und abschließen. Danach ging es wieder in den Bus und wir traten unsere Heimreise an.
Am Freitagmittag sind wir alle, zwar erschöpft aber wohlbehalten, wieder an unserem Haranni-Gymnasium angekommen.
Um der Opfer und Frau Maksymowicz Willen, nehmen wir deren expliziten Appell wahr und werden darüber reden, „wie sie gestorben sind“ und was in Auschwitz passiert ist. Deshalb laden wir jeden und jede herzlich und eindringlich zu der von uns gestalteten Gedenkveranstaltung im Herbst ein, bei der auch Möglichkeit zum persönlichen Gespräch gegeben sein wird.

Studienfahrtteilnehmer Florian Tucholski (Q1)

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