Das Haranni-Gymnasium legt großen Wert auf internationale Kontakte.

So sind regelmäßig Fremdsprachenassistenten aus Frankreich oder England an unserer Schule, um den Schülerinnen und Schülern die jeweilige Sprache noch näher zu bringen und sie in möglichst authentischen Situationen zu üben.

Ein wichtiger Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts sind die Fahrten ins Land und die persönlichen Kontakte. So bietet die Englisch-Fachschaft in jedem Jahr zur Zeit des zweiwöchigen Betriebspraktikums eine Studienfahrt nach Oxford an.

Die Fachschaft Französisch organisiert jährlich mit den Französisch-Schülern der 7. Klassen eine Tagesfahrt nach Liège/ Lüttich in Belgien und alle zwei Jahre eine 1½-Tages-Fahrt mit der Sekundarstufe II nach Paris.

Außerdem bestehen langjährige Kontakte zu einem Lycée (Sek. II) in Thiais bei Paris und neuerdings mit dem Collège (Sek. I) Michel Ragon in St. Hilaire de Loulay bei Nantes in Westfrankreich. Hier soll ein Austausch mit den 7. und 8. Klassen entstehen. Eine erste Begegnung mit Schülern und Lehrern dieses Collèges fand im Juni 2018 in Form einer „Drittortbegegnung“ in Bad Ems statt.

Ansprechperson: Herr von der Heyde (vonderheyde@haranni-gymnasium.de)

Grüße aus Oxford

Oxford 2023

Am Sonntag, den 22.01.2023 ging es für die EF und Q1 nach England, genauer gesagt nach Oxford. Die 13 Stunden Busfahrt haben sich jedoch gelohnt, denn am darauf folgenden Tag besuchten die Schüler*innen mit den Lehrkräften in Begleitung das Zentrum von Oxford. Dort machten sie eine Stadtrallye, um die Gegend in Oxford besser kennenzulernen. Sie lernten viele verschiedene Colleges kennen und sammelten neue Erfahrungen über Oxford und die Geschichte hinter dieser Stadt.

Oxford besitz sehr viele alte Colleges, wo die besten Studenten ausgebildet werden. Oft befinden sich in den Colleges sogar Fundstücke wie beispielsweise von Shakespeare oder Albert Einstein. Die Einwohnerzahl Oxfords beträgt 160.000, 22.000 davon sind Studenten. Deshalb begegnet man vielen jungen Leuten in Oxford auf der Straße. Diese Auffälligkeit bildet auch einen riesigen Kontrast gegenüber dem Stadtbild, denn dessen alte Architektur ist geprägt von wuchtigen Mauern, kantigen Zinnen, spitzen Erkern und neugotischen Türmchen. Es lohnt sich, diesen Unterschied zwischen Alt und Jung selbst einmal wahrzunehmen.
Michelle Kinzler, Q1

Austausch mal anders. Schülerinnen und Schüler der Französischkurse der 7. und 8. Klassen des Haranni-Gymnasiums reisten vom 11. bis 16. Juni 2018 mit der Bahn nach Bad Ems, um dort in der Jugendherberge 5 Tage lang gleichaltrige Franzosen zu treffen, sie kennen zu lernen und mit ihnen zu spielen und zu arbeiten.

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Das Haranni-Gymnasium hatte bisher nur einen Schüleraustausch für Französisch-Schüler der Sekundarstufe II. Nun hat Französischlehrer Daniel von der Heyde Kontakte zu einem Collège in St. Hilaire de Loulay in der Nähe vom westfranzösischen Nantes geknüpft, um auch für die 7. und 8. Klassen einen Frankreichaustausch zu ermöglichen. Diese erste Begegnung mit den Kolleginnen und Schülern aus Frankreich an einem „dritten Ort“, das heißt nicht in Herne und nicht in Frankreich, bot den Raum sich zu beschnuppern und intensiv miteinander zu arbeiten. Die Begegnung stand unter dem Motto „Europa und deutsch-französische Freundschaft in Bild, Film, Ton und Musik“: Die deutschen und französischen Schüler haben an den 5 Tagen die beschauliche Kleinstadt Bad Ems an der Lahn „unsicher“ gemacht und in stets gemischtsprachigen Gruppen ihre Vorstellung von Europa und der deutsch-französischen Freundschaft, auch unter dem Aspekt der 55 Jahre Elysée-Vertrag in 2018, in Bild, Film, Rap und „lipdub“ zur Europahymne bewusst gemacht, entwickelt und dargestellt. Dabei sollten auch die Erlebnisse bei gemeinsamen, auch sportlichen Aktionen und bei verschiedenen Besuchszielen helfen: Koblenz („Deutsches Eck“) und Bonn (Beethovenhaus und Haus der Geschichte). Ein weiterer Schwerpunkt war die Spracharbeit, da die Schülerinnen und Schüler jeweils nach 1-3 Jahren Unterricht in der Zielsprache ihre Sprachkompetenz, v.a. im Bereich Alltags- und Themen-Wortschatz, durch Sprachspiele und Sprachanimation erweiterten.

Besonders fruchtbar war natürlich der persönliche Kontakt, der sich von Tag zu Tag entwickelte. Dies wurde auch dadurch gefördert, dass die Teilnehmer in binationalen Zimmern untergebracht waren. So wurde anfängliche Zurückhaltung zu enger Freundschaft: „Ich wusste gar nicht, dass Franzosen so nett sein können!“ und „Ich vermisse sie so!“ waren die Äußerungen der Deutschen auf der Rückfahrt und die Tränen liefen beim Abschied. Eine gute Voraussetzung für einen dauerhaften Austausch.

Die „Drittortbegegnung“ wird vom Deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) finanziell und inhaltlich unterstützt und das ist gut so: Hier wurde sehr deutlich, wie gut und wichtig ist, Kontakte zu unserem französischen Nachbarn zu festigen und schon früh damit anzufangen.

Vom 13. bis zum 20. Februar 2016 fand der Französisch-Austausch mit dem Lycée Guillaume Apollinaire in Thiais statt. Eine Woche lang nahmen 25 Schüler des Haranni-Gymnasiums insgesamt 29 Gastschüler aus Frankreich bei sich zu Hause auf, um ihr Französisch zu verbessern, Freunde zu gewinnen und viel Spaß zu haben.
Samstagnachmittag kamen die Franzosen an der Viktor-Reute-Str. an und wurden von ihren Gastfamilien empfangen. Weil fast alle Schüler vorher bereits über das Internet untereinander in Kontakt getreten waren, hat man am Treffpunkt schnell zueinander gefunden. Nach anfänglichen Unsicherheiten, die sich aber schnell legten, wurde schon am Sonntag, der zur freien Verfügung stand, gemeinsam mit anderen Leuten etwas unternommen.

frankreichaustausch 2016 gruppe

Am Montag lernten die Franzosen den Alltag in unserer Schule kennen, indem sie zunächst den Unterricht ihres jeweiligen Partners besuchten. Daraufhin traf sich die ganze Gruppe in der Aula und wurde von Frau Nowak begrüßt, die den französischen Austauschschülern unsere Schule näherbrachte. Die darauffolgende Schulführung von Frau Gesing und Herrn von der Heyde stärkte noch einmal den französischen Orientierungssinn und war – so wie die ganze Woche eigentlich – eine willkommene Abwechslung zum Unterricht. Außerdem zeigten uns Frau Meichsner und Frau Gesing später die schönen Seiten der Herner Innenstadt und erzählten uns Details, von denen selbst die autochtonsten Herner nichts wussten. Auch gegen Ende dieses Montags lernten die Deutschen und Franzosen erneut vieles, z.B. deren Musik oder Essgewohnheiten voneinander kennen und jede Menge Unterhaltungen fanden statt.
Am nächsten Tag ging es ins Fußballmuseum Dortmund. Auch ein Kunstmuseum im Dortmunder-U erwies sich unterhaltsamer als erwartet, da wir der „Kunst“ auf KEINEN Fall näher als fünf Schritte kommen durften, wie die gefühlt 20 Security-Mitarbeiter pro Ausstellungsstück uns sekündlich erklären mussten. Um fünf Uhr besuchten wir das Planetarium in Bochum, jedoch verwandelten die deutschen astronomischen Fachbegriffe die Vorstellung für beide Sprachgruppen zu einem Schlaflager.
Mittwoch wurde die Austauschgruppe offiziell von Oberbürgermeister Frank Dudda im Herner Rathaus mit Getränken und sogar einem Geschenk empfangen. Nachher besuchten wir das LAGO Herne, wo sich sogar Frau Gesing und Herr Treder ins Wasser begaben.
Einen Tag darauf stand eine Exkursion nach Münster auf dem Programm: Mit viel Mühe versuchte man, uns die Altstadt Münsters zu zeigen, bevor endlich die Erlaubnis zum Shoppen gegeben wurde. Auch dem Botanischen Garten statteten wir einen Besuch ab, in welchem sich selbst Herr von der Heyde wie in der französischen Provence fühlte (aus welchen Gründen auch immer). Den Abend ließen wir in einem gemeinsamen Pizzaessen im Musikraum, der ab 19 Uhr in eine Disko umfunktioniert wurde, ausklingen.
Am Freitag unternahmen wir einen Ausflug in das Ruhrmuseum Essen, in dem die französischen Schüler und leider auch ein großer Teil der deutschen etwas über die Geschichte des Ruhrgebiets lernten. Danach fuhren wir noch zum CentrO Oberhausen, welches uns auch unser letztes Taschengeld der Woche entriss. Die Woche fand später – egal ob durch Hauspartys, Essengehen oder gemeinsames Zeitverbringen – einen würdigen Abschluss.
Samstagmorgen um neun fuhren die französischen Austauschschüler wieder zurück nach Thiais, was sowohl von Traurigkeit als auch von Freude auf das Wiedersehen Ende Mai in Frankreich begleitet wurde.
Zuletzt geht natürlich ein großer Dank an unsere Schule und besonders an alle organisierenden Französischlehrer, die den Austausch erst möglich gemacht haben, für eine gelungene deutsch-französische Woche, aus der wir alle viel mitgenommen haben.

Eva Heise, Sherin Schümchen (EF)