Das Haranni-Gymnasium hat in diesem Jahr einiges an Zuwachs erhalten. Einer der neuen Lehrkräfte ist Herr Nestola. Er wurde am 11. April 1997 in Dülmen geboren und ist auch heute noch dort wohnhaft. Für ihn ist das Haranni ein besonderer Arbeitsplatz, denn es ist die erste Schule, an der er als voll ausgebildeter Lehrer tätig ist. Bevor Herr Nestola ans Haranni kam, hat er sein Referendariat am Otto-Hahn-Gymnasium absolviert. Mit viel Motivation startet er optimistisch, offen und humorvoll hier in seine berufliche Laufbahn.
Schon nach kurzer Zeit wird deutlich, mit wie viel Sorgfalt Herr Nestola seinen Unterricht vorbereitet. Er unterrichtet bei uns die Fächer Kunst und Philosophie, und diese Wahl kommt nicht von ungefähr: seine Leidenschaft für die Kunst entwickelte sich bereits in seiner Jugend, als er zum ersten Mal merkte, wie sehr Farben und das Zeichnen ihn begeistern. Diese frühe Begeisterung begleitet ihn bis heute und prägt seinen Unterricht, der von kreativen Ideen und anschaulichen Beispielen lebt.
Die Philosophie hingegen entdeckte er etwas später für sich. Erst im Laufe seiner eigenen Ausbildung wurde ihm bewusst, wie spannend die grundlegenden Fragen der Philosophie sein können. Viele Themen, die er im Philosophieunterricht behandelt, knüpfen an Überlegungen an, welche ihn schon als Kind und Jugendlicher beschäftigt haben. Durch die Philosophie fand er schließlich Antworten und neue Denkansätze zu genau den Fragen, die ihn früher faszinierten. Diese persönliche Verbindung spüren auch seine Schülerinnen und Schüler, die seine Begeisterung schnell teilen.
Darüber hinaus hat Herr Nestola Interesse daran, das außerunterrichtliche Angebot am Haranni zu erweitern. Besonders am Herzen liegt ihm die Gründung einer Werken-AG, in der Schülerinnen und Schüler handwerkliche Fähigkeiten erlernen und kreative Projekte umsetzen können. Im Zuge dieser Überlegung kam auch der Gedanke auf, Elemente der früheren Bühnenbau-AG, die leider weggefallen ist, wiederzubeleben. Eine Verbindung beider Bereiche würde den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Werkstücke, Modelle oder sogar kleine Kulissen zu gestalten – ein kreativer Impuls, der unser Schulleben bereichern könnte.
Bereits als Jugendlicher wollte Herr Nestola gerne mit den Händen arbeiten, so war einer seiner Traumberufe als Kind schon Goldschmied. Außerdem liebt er die Arbeit mit Tieren, wodurch auch Zoowärter ihm im Sinn stand. Die Verbundenheit zur Natur begleitet Herrn Nestola bis heute. Dies führt dazu, dass er seine Freizeit am liebsten mit Wandern, Mountainbike fahren und freie Tage mit Reisen verbringt. Den bekannten Jakobsweg hat er bereits zweimal beschritten, und auch Australien und Südostasien hat er bereits angefangen zu erkunden. Gerne würde er auch für einen Tag Pilot sein, um mit dem Flugzeug alles entdecken zu können, was ihn interessiert und er gerne einmal selbst sehen möchte. Aus ähnlichen Hintergründen würde Herr Nestola sich auch für einen großen Vogel entscheiden, wenn er für sein restliches Leben ein Tier wäre- die Möglichkeit überall hinzufliegen empfindet er als fantastisch.
Nach einem langen Arbeitstag entspannt er gerne auf der Autofahrt von der Arbeit in der Stadt nach Hause auf dem Dorf. Nächstes Jahr steht dann auch noch ein besonderes Event an: Er wird seine Verlobte heiraten! Mit großer Freude verbringt er Zeit mit seiner Familie, in welcher er die Rolle des Onkels für zwei Nichten und bald zwei Neffen einnimmt.
Uns als Schülerschaft möchte Herr Nestola gerne mit auf den Weg geben, dass wir niemals die Motivation und den Mut verlieren sollen, Fehler als etwas Positives, aus dem man lernen und wachsen kann, zu sehen und wir auch keine Scheu haben und einfach immer unser Bestes geben sollen.
Text: Sonja Knoll und Fillip Peeters


