Der Winter legt sich langsam über die Welt, und mit jedem Tag, der früher dunkelt, wächst in mir die Freude auf die stillen Abende, an denen draußen Schneeflocken tanzen und drinnen eine Tasse heißer Kakao die Hände wärmt. Und weil Geschichten geteilt noch heller leuchten, möchte ich auch diesen Monat wieder ein besonderes Buch mit euch teilen.
Und was eignet sich für den Dezember besser als ein Adventskalender aus mitreißenden Seiten? Ein Buch, das nach Zimt duftet, nach Geheimnissen klingt und die Magie der Vorweihnachtszeit mit einem Hauch Verbrechen würzt:
Myrrhe, Mord und Marzipan
Dieses Buch ist wie ein Adventskalender – aber nicht der aus Schokolade, sondern einer für Leserinnen und Leser, die zwischen goldenen Lichterketten, knisternden Kerzen und Plätzchenduft ein wenig Nervenkitzel suchen.
24 Tage. 24 Geschichten. 24 Mal Spannung, Humor und winterlicher Zauber.
Jeder der kurzen Krimis wirkt wie ein kleines, kunstvoll verpacktes Geschenk: Man schlägt die Seite auf, und schon nach wenigen Worten entsteht das Gefühl, etwas Besonderes auszupacken. Und wie bei jedem guten Adventskalender weiß man nie, was sich hinter dem nächsten „Türchen“ verbirgt: Wem gehören die geheimnisvollen Fußspuren im frisch gefallenen Schnee? Warum verschwinden die Engel vom Friedhof? Und was verbirgt sich hinter dem Weihnachtsmann, der im Wasser treibt?
Beim Lesen spürt man förmlich die winterliche Atmosphäre, die alle Geschichten miteinander verbindet. Jede Erzählung riecht nach Tannengrün, klingt nach knirschendem Schnee und glitzert wie Eiskristalle im warmen Lichtermeer der Adventsdekoration. Manche Krimis sind humorvoll und herrlich verrückt, andere warmherzig, wieder andere überraschend düster – doch allen gemeinsam ist dieser unverwechselbare Zauber der Weihnachtszeit, der selbst die spannendsten Momente sanft einbettet.
Was mich besonders begeistert hat: Die Geschichten sind so kurz, dass sie perfekt in jeden Abend passen. Gerade in der oft hektischen Vorweihnachtszeit, in der man sich zwischen Plätzchenbacken, Geschenkpapier und Weihnachtskonzerten leicht verliert, ist es wohltuend, sich eine kleine literarische Pause zu gönnen. Ein einziges Türchen. Ein einziger Krimi. Ein paar Minuten für sich. Und plötzlich fühlt sich der Tag wieder runder an – ein bisschen ruhiger, ein bisschen heller.
Gleichzeitig lädt das Buch zum gemeinsamen Lesen ein. Man kann die Geschichten mit Freunden oder der Familie teilen, sie jeden Abend zusammen öffnen, darüber rätseln, lachen, staunen oder sich leise gruseln – ganz wie beim Adventskalender, nur eben mit Worten statt Schokolade.
Myrrhe, Mord und Marzipan ist damit ein wundervoll grausiges Weihnachtsbuch: für Bücherwürmer, die den Duft von frisch gedrucktem Papier lieben, für Weihnachtsmenschen, die sich allzu gerne im Lichterglanz verlieren, und für alle, die in der Adventszeit ein besonderes Ritual suchen.
Ich bin gespannt, welche der 24 Geschichten euch am meisten verzaubert – oder schaudern lässt. Vielleicht findet dieses Buch ja seinen Weg unter euren Adventskranz, neben eure Keksdose oder unter euer Kopfkissen. Und wer weiß: Vielleicht schenkt es eurem Dezember genauso viel Wärme und Spannung wie meinem.
Text: Sonja Knoll


